MAT-Gehirntraining - Informationen zum Mentalen AktivierungsTraining

Was soll und was ist MAT-Gehirn-Jogging?
MAT heißt "Mentales AktivierungsTraining". In MAT-Gehirn-Jogging vereinigen sich Erkenntnisse der Informationstheorie, der Intelligenzpsychologie und der Gehirnforschung. In diesen Wissenschaften entstanden neue Intelligenz- und Demenztheorien. Sie bildeten die Grundlage für MAT-Gehirn-Jogging. Dies wurde seit 1981 mit dem Ziel entwickelt, die Leistungsfähigkeit von Geist und Gedächtnis maximal zu nutzen.

Bei der Entwicklung von MAT-Gehirn-Jogging wurde darauf geachtet, dass es sich einfach durchführen und leicht in den Tagesablauf einplanen lässt. Dadurch ist sein Nutzen nicht so begrenzt wie der von vielen der vorgeschlagenen Lernstrategien (Mnemotechniken), beispielsweise Eselsbrücken bilden, Superlernen oder Sprachinformationen in Bilder umsetzen. MAT ist letztlich eine Methode zur optimalen Aktivierung der geistigen Leistungsfähigkeit. Um eine hohe Wirkung bei geringem Zeiteinsatz zu erhalten, setzt man an den wichtigsten Grundgrößen der Informationsverarbeitung von Sprache und Zahlen an.

Die Trainingsmaßnahmen im Rahmen des MAT-Gehirn-Jogging bestehen eigentlich darin, einen optimalen Aktivationszustand herzustellen. Was das bedeutet, geht aus dem Aktivationsmodell hervor:

optimales Aktivationsniveau

Die verschiedenen geistigen Leistungsfähigkeiten in Abhängigkeit vom Aktivierungsgrad.


D
amit ist MAT-Gehirn-Jogging auch eine Voraussetzung für wirksames Kompetenz-Training, bei welchem Verhaltensweisen, Fertigkeiten und Wissen für den Alltag geübt werden.

Die psychische Leistungsfähigkeit steht mit dem allgemeinen Aktivationsniveau, auch als "allgemeines nervöses Erregungsniveau" bezeichnet, in einer umgekehrt-u-förmigen Beziehung (siehe Abbildung). Geht man vom niedrigen Aktivationsniveau (Tiefschlaf, Schläfrigkeit) aus, ergibt sich der folgende Zusammenhang: mit zunehmender Aktiviertheit erhöht sich die psychische Leistungsfähigkeit. Das heißt, die geistige Leistungsfähigkeit (Intelligenz, Gedächtnis, Konzentrationsfähigkeit) steigt. Sie erreicht ihr Maximum im mittleren Aktivationszustand (=optimales Aktivationsniveau). Auf einem noch höheren Niveau der allgemeinen nervösen Erregung verringert sich die geistige Leistungsfähigkeit wieder. Dies gilt auch für den Stress.

Der "Eustress;", ein Zustand, in dem sich Manager oft erst richtig wohlfühlen, liegt ein wenig rechts vom optimalen Aktivationsniveau. Diesen Zustand kennzeichnet eine fast maximale geistige Leistungsfähigkeit bei gleichzeitiger hoher Handlungsfähigkeit.

Beim "Distress;" ist das Aktivationsniveau gegenüber dem Eustress noch weiter erhöht. In diesem Zustand fühlt man sich unwohl, zerschlagen, nicht mehr Herr seiner selbst. Die geistige Leistungsfähigkeit liegt deutlich unter dem Maximum. Man sollte versuchen, so rasch wie möglich wieder aus dieser Situation herauszukommen.



Wie führt man Gehirn-Jogging durch?
Welche konkreten Maßnahmen man ergreift, hängt vom Ausgangszustand ab. Ausgehend vom entspannten Zustand  benötigt man eine Aktivierung, im angespannten, übernervösen Zustand eine Entspannung. Das Erreichen des optimalen Aktivationsniveaus ist meist innerhalb weniger Minuten möglich.

Es werden sowohl körperliche als auch psychische Maßnahmen zur Erhaltung und Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit berücksichtigt.

Durch nur einige Minuten Training am Tag ist bereits ein Erfolg zu merken, da bei MAT die zwei Grundgrößen trainiert werden.



Welches sind die Grundgrößen?
Informationspsychologen haben 2 Größen erkannt:


Wie sehen die Übungen aus?
Es gibt Übungen, die speziell eine der beiden Grundgrößen trainieren. Bei vielen Übungen werden aber beide Grundgrößen beansprucht und gefördert. Einige ausgewählte, interaktive Übungen finden Sie auch in unserer Übungsecke. Nachfolgend zwei Beispielübungen:


1. Übung zur Arbeitsgeschwindigkeit:

Suchen Sie nach drei gleichen Zeichen, die genauso
angeordnet sind, wie die blauen Sterne. Streichen
Sie diese so wie im Beispiel durch.

MAT - Übung 1

Lösung rechts anzeigen
 

2. Übung zur Gegenwartsdauer:

Prägen Sie sich die Bilder unten gründlich ein.
Klicken Sie dann bitte unten auf
"Weiter zum zweiten Schritt".

MAT - Übung

Weiter zum zweiten Schritt



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© Erschienen im VLESS Verlag



MAT im Alltag
Im Alltag ist MAT zwischendurch gut anzuwenden, da Sie mit ein wenig Übung bald selbst wissen, welche Aufgaben Sie wann am besten machen sollten.

Denn auch im Beruf, in der Schule und der Freizeit ist es durchaus sinnvoll, sich immer wieder zwischendurch zu "aktivieren". Selbst wenn man sich noch so viel Mühe gibt, ist nach 1-2 Stunden die Konzentrationsfähigkeit stark herabgesetzt. Deshalb empfiehlt sich dann eine kurze Entspannungspause, eventuell mit einer kleinen Mahlzeit, und dann etwa 5-10 Minuten MAT, um sich für den nächsten Zyklus wieder "in Schwung zu bringen".



Hintergründe und Besonderheiten

Eine ausführliche Darlegung von Hintergrund und Besonderheiten des Mentalen AktivierungsTrainings finden Sie in dem Artikel von Tanja Rommel  PDF-Format (60 KB) 60 KB.
Einen Überblick über Geschichte und Entwicklung von Gehirnjogging können Sie sich mit dem Artikel von Dr. Siegfried Lehrl  PDF-Format (32,2 KB) 32,2 KB verschaffen.